Binker Materialschutz GmbH
Radon (konkret: Nuklid Radon-222) ist ein natürlich im Erdboden ubiquitär und damit auch in der Luft vorkommendes radioaktives Gas. Radon ist nicht-brennbar, geruch- und farblos. Die unerschöpfliche geologische Quelle dieses radioaktiven Edelgases ist das in der äußeren Erdkruste überall enthaltene Uran („Uran-238“). Radon-Gas ist sehr mobil und konvektiert in Häuser und Keller ein. Die physikalische Halbwertszeit von Radon beträgt nur 3,8 Tage. D.h. nach 3,8 Tagen ist die Hälfte des Radons radioaktiv wieder zerfallen, aber neues Radon strömt immer wieder in die betroffenen Gebäude nach. Der radioaktive Zerfall des Radons findet unter Aussendung von sehr gewebeschädlicher Alphastrahlung statt. Das eigentliche Gesundheitsrisiko des RADONs geht von seinen Zerfallsprodukten aus, "Radon-Töchtern" genannt: Po-218, Pb-214, Bi-214, Po-214.
Quelle: binker.eu und Kemski-Bonn
2017 wurde in Deutschland ein Radon-Aktivitätskonzentrations-Referenzwert von 300 Becquerel je Kubikmeter beschlossen. Damit wird der Schutz der Bevölkerung vor dem radioaktiven Edelgas Radon strenger geregelt. Radon, das
aus dem Erdboden in Gebäude eintritt, gilt nach Rauchen als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das Gesetz legt diesen Referenzwert zur Bewertung der Radonsituation in Wohnräumen und an Arbeitsplätzen fest.
Es ist kein Grenzwert, der nicht überschritten werden darf und dann bußgeldbewehrt wäre, sondern er ist Maßstab für das Einleiten von Schutzmaßnahmen, um unterhalb dieser Radonaktivitätskonzentration zu bleiben. Er
ist eine Art „Eingreifwert“.
https://www.bmu.de/pressemitteilung/bundesrat-macht-den-weg-frei-fuer-modernes-strahlenschutzrecht/
Quelle: binker.eu